Impuls Sitzen in der Stille

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Sitzen in der Stille: Impuls für die gemeinsame Zuhause-Meditation

 

Da aufgrund des Corona-Virus die Meditationsangebote im Spirituellen Zentrums momentan entfallen müssen, kam im Arbeitskreis "Meditation" die Idee und das Bedürfnis auf, die Donnerstagabend-Meditation dennoch fortzuführen, wenn auch nicht vor Ort in St. Martin.

 

 

 zum Impulstext für die Meditation am 28.05.20 bitte hier klicken

 

 

 

Der Impuls für die gemeinsame Meditation am Donnerstag, 28.05.2020 kommt von Waltraud Braun:

 

 

Liebe Mitmeditierende,

 

Erinnerung – sich erinnern - innehalten

für eine kleine Weile unseren bewegten Geist beruhigen

unsere Ressourcen neu entdecken und stärken

 

 

Heute biete ich Ihnen einen kleinen Exkurs zum Nachdenken an.

 

 

 

Warum meditiere ich?

Wie kann ich von dieser Meditation profitieren?

Worin besteht die Notwendigkeit zu meditieren?

 

 

Der Körper – seit unser Geburt ist der Körper eine Anhäufung von Nahrung.

Gleichermaßen ist das, was wir „meinen Geist“ nennen eine Anhäufung von Eindrücken.

Was immer ich anhäufe kann meines sein, aber es kann niemals ICH sein.

 

 

Wir können uns entscheiden, aus einem 70kg-Körper einen 60kg-Körper zu machen. Wir werden nicht nach diesen 10kg suchen, weil sie nur eine Anhäufung waren. Wenn wir sie los sind, sind sie weg. Auf Ähnliche Weise ist unser Geist eine Ansammlung von Eindrücken.

 

 

Identifiziere ich mich mit all diesen Erfahrungen?

Sobald ich mit etwas identifiziert bin, bin ich vielleicht etwas, das ich nicht bin. Meine Wahrnehmung ist verzerrt.

Sobald ich all die Eindrücke, die ich in meinem Geist angesammelt habe, als mein ICH wahrnehme, kann ich das Leben nicht so wahrnehmen wie es ist.

Ist es wirklich so? Wie ist es wirklich?

 

 

Meditation verhilft uns zu einer Erfahrung zu einem inneren Zustand, in dem das was ICH bin, und in dem das, was mein ist, getrennt sind. Es gibt eine kleine Distanz, einen kleinen Raum zwischen dem, was ICH bin, und dem was ich im Laufe meines Lebens angesammelt habe.

 

 

Was ist der Nutzen davon?

Es bewirkt eine absolute Klarheit in der Wahrnehmung. Ich kann entscheiden, was gehört wirklich zu mir, was bin ICH wirklich und was nehme ich von außen, meiner Umgebung, meinem Umfeld auf und mache es zu meinem.

 

 

Nun beginnen wir mit einer Körperübung.

 

Ich stehe und spüre in meinen Körper hinein

Wie stehe ich da?

Im Moment? – einige Atemzüge lang

ich dehne und strecke mich

ich spüre, nehme wahr, was jetzt ist

 

 

Tief einatmend streck ich mich nach oben, der Sonne, dem Himmel entgegen.

Langsam ausatmend rolle ich mich ab, Wirbel für Wirbel,

entspannt, mit lockeren Knien hänge ich ab,

ruhig weiter atmend.

 

 

Dies kann ich je nach Bedürfnis wiederholen.

 

 

In einer inneren gesammelten Haltung nehme ich meinen Sitz zur Meditation ein

es atmet mich ohne dass ich etwas tun muss

ich beobachte meinen Ein- und Ausatem

ich höre die Stille

spüre in die Stille hinein

ich spüre in ein Körperteil hinein

mit meinem Körper erfahre ich die Stille

in meinem Körper erfahre ich die Stille

die Stille findet mich

ich werde leer

leer vielleicht für eine kleine Distanz,

einen kleinen Raum zwischen dem, was ICH bin,

und dem was von außen mein Leben berührt.

leer für Neues, für eine neue Freude

 

 

am Ende unseres Innehaltens nehmen wir einen tiefen Atemzug und dehnen uns sanft

vielleicht bleibst du noch eine kleine Weile in der Ruhe in meditativem Gehen

Wir schließen unsere Meditation mit einem Vaterunser ab.

..........

dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden,

..................

Amen

 

 

Wir sind, was wir denken. – Bin ich das, was ich denke?

Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. – Wer bin ich wirklich?

Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

 

mit herzlichem Gruß

Waltraud Braun

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